Oft stellt sich die Frage, welche Antivirensofware man auf seinem Rechner installieren sollte. Dabei ist die Antwort ziemlich einfach: Keine (zusätzliche)!

Moderne Betriebssysteme haben so etwas nämlich schon eingebaut. Apple hat bei seinem macOS seit Jahren die Sicherheitsfunktionen XProtect und das Tool für die Malware-Entfernung eingebaut. Davon sieht man als Anwender Apple-typisch nichts, allerdings braucht man auch nichts zu konfigurieren. Microsoft hat ebenfalls seit langer Zeit eine eigene Software zur Erkennung von Schadsoftware in sein Betriebssystem Windows eingebaut. Diese nennt sich Windows Defender, und hat sogar eine grafische Oberfläche, mit der Anwender selbst einige Funktionen aufrufen kann.

Warum keine zusätzliche Software installieren?

Weil sich schon seit vielen Jahren immer wieder zeigt, dass dies wenig zielführend ist. Die Installation zusätzlicher Antivirensoftware gaukelt dem Anwender eine Sicherheit vor, die sie nicht gibt. Stattdessen reißen sie immer wieder selbst Sicherheitslücken in die Systeme. Die meiste Sicherheitssoftware setzt auf Scans mit Signaturen – ein alter und billiger Trick, der bei der Masse an Schadsoftware schon lange nicht mehr funktioniert. Auch kommt es trotz des Einsatzes von Sicherheitssoftware immer wieder zu Angriffen bzw. Schadsoftwarebefall auf bzw. bei Behörden, Firmen Privatleute.

Ein Interessanter und lesenswerter Artikel zum Thema findet sich bei Golem.de: Antivirus: Das Jahr der unsicheren Sicherheitssoftware

Täglich schlagen verzweifelte Nutzer in Internetforen auf, weil ihre Rechner langsam geworden sind, oder aus anderen Gründen nicht laufen. Immer wieder bringen die Überprüfungen der Hilfswilligen (zum Beispiel mit EtreCheck) dann zutage, was vielen schon vorher klar ist: Der Rechner ist „vollgemüllt“ mit Schadsoftware, die Daten ausspäht, Sicherheitslücken aufreißt, oder Rechenkapazität ausnutzt. Nicht selten wird dabei dann auch festgestellt, dass dies passierte, obwohl zusätzliche Sicherheitssoftware installiert war. Gebracht hat es nichts.

Und als wäre das alles noch nicht genug, schaffen es die Hersteller doch immer wieder auf’s neue, dem ahnungslosen Nutzer irgendwelchen Unsinn unterzujubeln, der vieles macht, jedoch keine Sicherheit bringt: Kryptominer in Anti-Virensoftware: Norton 360 jetzt noch sinnloser

Wer noch weitere Argumente braucht, kann sich gerne mal durch die Liste von MacMark klicken: Linkliste: Antivirus (AV) ist schädlich

Fazit

Stehen keinen zwingenden Gründe dagegen, empfiehlt es sich als Privatanwender auf die o.g. ins Betriebssystem integrierten Abwehrmechanismen zu setzen. Die Installation zusätzlicher Sicherheitssoftware ist in den meisten Fällen nicht nur trügerisch und unnötig, nein oft sogar gefährlich.